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Ein packendes Derby vor toller Kulisse
von Manfred Stahl

Ein packendes Derby vor toller Kulisse gab es am Samstag beim Saisonauftakt der Kreisliga Augsburg in Hiltenfingen. Rund 450 Zuschauer sahen ein letztlich leistungsgerechtes 3:3 zwischen den beiden Lokalrivalen ASV Hiltenfingen und SV Schwabegg, mit dem beide Seiten gut leben konnten. Die Partie stand auf für Kreisliga-Verhältnisse äußerst hohem Niveau, denn beide Mannschaften legten ein hohes Tempo vor und setzten auch spielerisch viele Akzente. In der ersten Halbzeit gab Hiltenfingen eindeutig den Ton an und führte zur Pause auch verdient mit 2:1, doch nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt und Schwabegg übernahm das Kommando und glich nicht nur aus, sondern ging sogar 3:2 in Führung. Der insgesamt gesehen absolut verdiente Ausgleich für Hiltenfingen fiel kurz vor Ende der regulären Spielzeit.

Schwabegg begann mit gefälligem Kombinationsfußball, doch Hiltenfingen ging entschlossener zu Werke und hatte schnell die ersten guten Torchancen. Nach einer knappen Viertelstunde musste Keeper Tobias Grünecker den Ball zum ersten Mal aus dem Schwabegger Tor holen: Von Thorsten Foster schön freigespielt, vollstreckte Bernd Reisser aus kurzer Entfernung zum 1:0. Die erste nennenswerte Chance für die Schwabegger hatte Kapitän Peter Ziegler nach 30 Minuten. Hiltenfingens im Tor stehender Spielertrainer Alex Böhm klärte jedoch souverän. Glück hatte dagegen sein Schwabegger Kollege Tobias Grünecker im Gegenzug, denn bei einem Fernschuss von Robert Steinle, der ans Lattenkreuz krachte, griff er überhaupt nicht ein, weil er den Ball unterschätzte.

Der Ausgleich fiel nach dem schönsten Spielzug der Partie

Möglicherweise war Steinles Lattenkracher ein Weckruf für die in dieser Phase etwas lethargisch wirkenden Schwabegger, denn schon vier Minuten später gelang Michael Pfänder nach dem schönsten Spielzug der Partie der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich. Eingeleitet hatte den Angriff mit einem sehenswerten Pass der für Michael Reichardt eingewechselte Joachim Schuster. Kurz vor der Pause dann die erneute Führung für Hiltenfingen, als Robert Steinle nach einem Freistoß von Martin Weng den Ball über die Linie drückte (45.).

Die Schwabegger ließen sich dadurch jedoch nicht beirren und kamen mit viel Elan aus der Kabine zurück. Schon nach fünf Minuten fiel der Ausgleich: Thomas Heim staubte nach einem Schuss von Michael Pfänder, den Alex Böhm nur noch an den Pfosten lenken konnte, zum 2:2 ab (50.). Angetrieben von Peter Ziegler und Michael Pfänder entwickelte der SVS weiter viel Druck. Gefährlich blieb bei seinen Gegenangriffen auch der ASV. So jagte Robert Steinle den Ball an die Unterkante der Latte (63.). Dem 3:2 für die Schwabegger (67.) ging ein großer Auftritt von Peter Ziegler voraus, denn er narrte im Strafraum gleich mehrere Gegenspieler und schloss überlegt zum viel umjubelten Führungstreffer ab.

In der Schlussphase mussten beide Teams mehr und mehr dem Tempo Tribut zollen und alles rechnete damit, dass die Schwabegger, die zunächst noch den längeren Atem hatten, den Sieg nach Hause schaukeln würden, zumal die Hiltenfinger ohne Martin Weng auskommen mussten. Der Kapitän musste nach 70 Minuten nach einem Foul von Michael Pfänder, das der gute Schiedsrichter Kiederle (Waal) mit der gelben Karte ahndete, verletzt vom Platz.

Thorsten Foster schlägt in der letzten Minute nochmals zu

Kurz nachdem die Schwabegger das vorentscheidende 4:2 vergeben hatten (Joachim Schuster hatte eine Riesenchance), schlugen die Hiltenfinger in buchstäblich letzter Minute jedoch nochmals zurück und kamen durch Thorsten Foster zum Ausgleich (90.). In der Nachspielzeit mussten die Schwabegger sogar noch um das Remis bangen.

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