FSV Wehringen - SV Schwabegg 4:1 (2:0)

von Manfred Stahl

Der klare 4:1-Endstand täuscht über den Spielverlauf hinweg, denn der im Vorfeld favorisierte SV Schwabegg gab vor rund 300 Zuschauern über weite Strecken der Partie eindeutig den Ton an und hatte auch zahlreiche hochkarätige Torchancen, konnte den starken Wehringer Torhüter aber nur mit einem von Peter Ziegler verwandelten Strafstoß überwinden. Die kampfstarken Wehringer agierten sehr defensiv und lauerte auf Fehler des Gegners.

Dieses Rezept ging voll auf, denn die Schwabegger Hintermannschaft um den nicht immer ganz glücklich agierenden Keeper Martin Müller lud die Wehringer fast zum Toreschießen ein. Entgegen kam dem Aufsteiger natürlich auch das frühe Führungstor durch den nicht zu haltenden Torjäger Sebastian Holzer, der Bernd Brandmair am Strafraum den Ball abnahm und aus kurzer Entfernung zum 1:0 einschoss. Danach spielte sich das Geschehen fast nur noch in der Hälfte der Wehringer ab, die erst Ende der ersten Halbzeit wieder im Schwabegger Strafraum auftauchten. Die besten Schwabegger Chancen zum Ausgleich hatte Peter Ziegler. Kurz vor dem Halbzeitpfiff jagte Alexander Lindner einen Freistoß zum scheinbar bereits vorentscheidenden 2:0 in die Maschen. Schwabegg kam jedoch mit viel Elan aus der Kabine und verkürzte nach einem an Stefan Dischler verschuldeten und von Peter Ziegler verwandelten Strafstoß schnell auf 1:2 (56.). Als der Ausgleich fast in der Luft lag, nutzte Sebastian Holzer einen katastrophalen Ballverlust, um in seiner unnachahmlichen Art zu einem Konter anzusetzen, den er zum 3:1 abschloss (62.). Schwabegg stürmte weiter und hätte die Partie vielleicht sogar noch drehen können, wenn der schwache Schiedsrichter Benedikt Müller (Klingen) eine klares Foul an dem danach nicht mehr spielfähigen Peter Ziegler mit einem Strafstoß geahndet hätte. Kurz nachdem der für Ziegler gekommene Michael Pfänder die Chance zum 2:3 vergeben hatte (73.), fiel die endgültige Entscheidung durch ein weiteres Kontertor von Sebastian Holzer (76.), fast eine Kopie des 3:1. Auch nach diesem 4:1 steckte Schwabegg noch nicht auf und hatte auch noch weitere gute Torchancen, doch es blieb beim letztlich verdienten Wehringer Sieg.

FSV-Trainer Rudi Bund war natürlich nach der Partie zufrieden: „Wir wussten, dass wir spielerisch nicht mit Schwabegg mithalten können und haben das Maximum herausgeholt.“ Sein Trainerkollege Hans Sedlmeir wollte mit seiner Mannschaft nicht zu hart ins Gericht gehen: „An und für sich haben wir, vor allem in der ersten Halbzeit, ganz gut gespielt. Unser altes Problem ist, dass wir zu leichte Gegentore kassieren.“

FSV Wehringen Schmittner (Tor); Mi. Wildegger, Jenisch, Eulitz (ab 85. F. Altun), Mögele, Kratzer, Zott, M. Deschler, Lindner (ab 90. A. Altun), Holzer (ab 90. + 3. Ma. Wildegger), Reber.

SV Schwabegg M. Müller (Tor); Kuhn, Salvamoser, Brandmair, L. Ziegler, Falch, T. Pfänder, Sedlmeir, P. Ziegler (ab 65. M. Pfänder), Dischler, Jauernik (ab 46. F. Huber). Tore 1:0 Holzer (13.), 2:0 Lindner (44.), 2:1 P. Ziegler (56., Strafstoß), 3:1 Holzer (61.), 4:1 Holzer (76.).